6 Inspirierende Lektionen von spirituellen Führern zur psychischen Gesundheit

Zuletzt aktualisiert am May 31, 2024 by Friedrich Müller

Geistige Gesundheit ist ein Thema, das immer wichtiger wird. Obwohl moderne Medizin und Psychotherapie große Fortschritte gemacht haben, gibt es auch viel zu lernen von den Weisheiten traditioneller spiritueller Führer.

In diesem Artikel möchten wir sechs inspirierende Lektionen von großen spirituellen Lehrern der Vergangenheit vorstellen, die auch heute noch wertvolle Inspiration für psychische Gesundheit und inneren Frieden geben können.

Akzeptanz des gegenwärtigen Augenblicks

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Eine der wichtigsten Lektionen des Buddha war die Akzeptanz des gegenwärtigen Augenblicks. Buddha lehrte, dass Leiden oft daraus entsteht, dass wir uns an Vergangenheit oder Zukunft klammern. Wenn wir aber den gegenwärtigen Moment so annehmen, wie er ist, ohne Urteil, dann können wir Ruhe und Frieden finden.

Selbst in schwierigen Situationen ist es möglich, die Gegenwart mit Gelassenheit zu erfahren. Buddha riet, sich auf den Atem zu konzentrieren oder einfach die Schönheit der Natur zu beobachten. Auf diese Weise lernen wir, jeden Moment als kostbar wertzuschätzen anstatt in Sorgen über die Zukunft zu verfallen.

Mitgefühl für sich selbst und andere

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Eine der zentralen Lehren Jesu war das Gebot der Nächstenliebe. Doch um andere mit Mitgefühl zu behandeln, muss man zunächst lernen, sich selbst mit Mitgefühl zu begegnen. Jesus lehrte, dass jeder Mensch wertvoll ist, so wie er ist. Statt sich selbst oder andere mit harten Urteilen zu belegen, sollten wir sanftmütig und vergebend mit den eigenen Schwächen und den Schwächen anderer umgehen.

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Wenn wir lernen, uns selbst und andere so zu akzeptieren, wie wir sind – mit all unseren Stärken aber auch Schwächen -, dann finden wir innere Ruhe und Selbstannahme. Und dieser fürsorgliche, nicht urteilende Blick auf einen selbst und andere kann helfen, Ängste und Versagensgefühle zu überwinden.

Loslassen von Anhaftung

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Eine der zentralen Lehren des Hinduismus und des Buddhismus ist das Loslassen von weltlicher Anhaftung. Der indische Weisenmeister Ramana Maharshi lehrte, dass menschliches Leid oft daher rührt, dass wir uns an irdische Dinge wie Besitz, Status oder auch andere Menschen klammern. Solange unser Glück von äußeren Faktoren abhängt, die sich jederzeit ändern können, werden wir niemals wahren inneren Frieden finden.

Maharshi riet, sich von aller Anhaftung an das Ich, den Körper und die Welt loszulösen. Wenn wir lernen, äußere Dinge und Ereignisse gelassen hinzunehmen, ohne unser Selbstwertgefühl davon abhängig zu machen, gewinnen wir seelische Unabhängigkeit und Stärke.

Demut und Dankbarkeit

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Die großen monotheistischen Religionen, aber auch Traditionen wie der Buddhismus und der Taoismus, legen großen Wert auf Demut und Dankbarkeit. Der Dalai Lama beispielsweise betont, dass Demut eine der wichtigsten Tugenden ist. Nur wenn wir uns unserer eigenen Begrenztheit bewusst sind, können wir offen für das Lernen sein.

Und nur wer seine eigenen Vorzüge und Talente nicht als selbstverständlich erachtet, wird mit wahrer Dankbarkeit durchs Leben gehen. Dankbarkeit wiederum ist ein Weg zu innerer Zufriedenheit. Wer sich bewusst macht, wofür er dankbar sein kann, dem fallen Sorgen und Ängste leichter. So geben Demut und Dankbarkeit Kraft und Gelassenheit.

Loslassen von Urteil und Verurteilung

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Eine wertvolle Lektion, die uns auch Meister wie Jesus, Buddha und Gandhi lehrten, ist das Loslassen von Urteil und Verurteilung. Gandhi sagte einst, wir sollten Menschen nach ihren guten Taten, nicht nach ihren Fehlern beurteilen. Doch oft fällt es uns sehr schwer, andere oder uns selbst mit Nachsicht zu betrachten. Wir neigen dazu, Schwächen hart zu verurteilen, anstatt sie mit Mitgefühl zu sehen.

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Doch wer lernt, sein eigenes und fremdes Handeln weniger rigide zu bewerten, der gewinnt seelischen Frieden. Vergeben und Nachsicht üben uns selbst und anderen gegenüber kann Ängste lindern und das Selbstwertgefühl stärken.

Achtsamkeit und innere Sammlung

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Sowohl der Buddhismus als auch der Yoga und sufistische Traditionen legen großen Wert auf Achtsamkeit und Meditation. Der indische Yogi und Weisenmeister Sri Chinmoy lehrte, dass innere Unruhe und Stress oft daher rühren, dass wir mental zu sehr in der Vergangenheit oder Zukunft leben. Durch Meditation und Konzentration üben können wir lernen, immer wieder in die Gegenwart zurückzukehren und den Geist zu sammeln.

Regelmäßige Achtsamkeitsübungen wie Yoga, Tai Chi, meditatives Gehen oder einfache Atemübungen helfen dabei, Ängste und Stress abzubauen. Sie schenken mentale Klarheit und Gelassenheit und stärken so die psychische Widerstandskraft.

Fazit

Zusammenfassend können wir sagen, dass die traditionellen spirituellen Weisheitslehren viel Wertvolles für unsere psychische Gesundheit bereithalten. Wer lernt, im gegenwärtigen Augenblick zu leben, sich und andere mit Mitgefühl zu behandeln, äußerliche Dinge gelassen hinzunehmen und sich selbst sowie andere weniger streng zu beurteilen, dem gelingt es leichter, seelischen Frieden zu finden.

Regelmäßige Praxis der Achtsamkeit und Meditation hilft zudem, Ängste und Stress besser zu bewältigen. Auch heute noch können wir von den großen spirituellen Lehrern lernen – ihre Botschaften der Nächstenliebe, Mitgefühl, Demut und inneren Sammlung sind so aktuell und inspirierend wie eh und je.