10 verblüffende psychologische Fakten über verliebte Frauen

Zuletzt aktualisiert am May 21, 2024 by Friedrich Müller

Die Liebe ist ein komplexes Gefühl, das unser Denken und Verhalten stark beeinflussen kann. Obwohl jeder Mensch Liebe anders empfindet, gibt es doch einige interessante psychologische Gemeinsamkeiten, die vor allem für verliebte Frauen typisch sind. In diesem Artikel stellen wir 10 erstaunliche Fakten vor, die die Psyche verliebter Frauen beleuchten. Wir werden sehen, wie Hormone unser Denken steuern, warum Empathie in Liebesbeziehungen so wichtig ist und wie soziale Normen unsere Partnerwahl beeinflussen. Obwohl Liebe für jeden Menschen individuell ist, können wir durch diese Fakten ein besseres Verständnis für die Empfindungen Anderer entwickeln.

Fakt 1: Oxytocin steigert das Vertrauen

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Das “Kuschelhormon” Oxytocin spielt eine große Rolle dabei, wie vertrauensvoll wir anderen Menschen gegenüber sind. Studien zeigen, dass verliebte Frauen, deren Körper höhere Oxytocin-Werte aufweisen, tendenziell mehr Vertrauen in ihren Partner haben. Ein Kuss oder Zärtlichkeiten zwischen Partnern lassen den Oxytocinspiegel im Körper steigen und stärken so das Sicherheitsgefühl in der Beziehung. Ohne dieses “Kuschelhormon” wäre es schwer, sich so bedingungslos auf einen anderen Menschen einzulassen. Der Anstieg von Oxytocin bei verliebten Frauen erklärt also zum Teil, warum sie ihrem Partner oft so vertrauensvoll gegenüberstehen.

Fakt 2: Empathie ist in Liebesbeziehungen besonders ausgeprägt

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Verliebte haben die Fähigkeit, sich besser in den Partner hineinzuversetzen und seine Gefühle nachzuvollziehen. Studien zeigen, dass vor allem Frauen in der Phase der Verliebtheit eine stark ausgeprägte Empathie aufweisen. Ihrlimbische System, das für Emotionen zuständig ist, ist besonders aktiviert. Sie neigen eher dazu, die Perspektive des Partners einzunehmen und sensibel auf seine Bedürfnisse zu reagieren. Ohne diese Fähigkeit zur Einfühlung wäre eine Liebesbeziehung auf Dauer kaum aufrecht zu erhalten. Empathie ist die Grundlage für gegenseitiges Verständnis und gehört zu den wichtigsten Bindungsmustern in Beziehungen.

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Fakt 3: Dopamin sorgt für ein Hochgefühl

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Zu Beginn einer Beziehung schüttet der Körper reichlich Dopamin aus. Dieses Belohnungshormon sorgt für ein Hochgefühl, wenn wir unseren Partner sehen. Selbst kleine Zärtlichkeiten oder Komplimente lösen einen starken Dopamin-Spike aus. Verliebte Frauen neigen daher dazu, viel häufiger an ihren Partner zu denken und sich über jede kleine Aufmerksamkeit von ihm zu freuen. Dopamin verstärkt solches Verhalten, da unser Gehirn es als angenehm und belohnend empfindet. Ohne dieses Hochgefühl wäre die Phase der Verliebtheit wohl nicht so intensiv erfahrbar. Es ist der entscheidende Faktor dafür, dass wir ständig an unseren Partner denken möchten.

Fakt 4: Soziale Normen beeinflussen die Partnerwahl

Partnerschaft und Sexualität - Birgit Scheiner

Auch wenn wir meinen, nur our of Liebe zu handeln, sind wir sozialen Normen und Erwartungen nicht entkoppelt. Studien zeigen, dass Frauen eher Männer wählen, die dem vorherrschenden Schönheitsideal entsprechen und ein hohes soziales Status besitzen. Männer mit dominanten Persönlichkeiten und Führungsqualitäten werden von Frauen als attraktiver empfunden – ein Relikt aus der Steinzeit, als solche Männer den Familienschutz sicherstellen konnten. Auch wenn individuelle Vorlieben immer eine Rolle spielen, lassen sich Partnerschaftsmuster beobachten, die unseren evolutionären Hintergrund widerspiegeln. Soziale Normen formen still unsere Vorstellung vom “perfekten” Partner, auch wenn sie uns oft unbewusst bleiben.

Fakt 5: Verliebte sind risikobereiter

Was Verliebtheit mit unserem Gehirn macht | PTA-Forum

Zu Beginn einer neuen Beziehung neigen Frauen dazu, risikoreichere Entscheidungen zu treffen. Ihr Belohnungssystem ist durch Glückshormone wie Dopamin und Oxytocin stark stimuliert, was ihre Risikobereitschaft erhöht. In dieser Verfassung fällt es leichter, normsprengende oder unkonventionelle Handlungen zu wagen. Sie sind experimentierfreudiger und springen eher über ihren eigenen Schatten. Diese gesteigerte Risikobereitschaft kann vom normalen Verhalten einer Person stark abweichen. Erst die Vernunft und Routine setzen dieser Phase ein Ende. In der Verliebtheit sind wir offener für Neues und wagen mehr – auch wenn dies langfristig nicht immer von Vorteil ist.

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Fakt 6: Verliebte sind selbstloser und hilfsbereiter

Heimlich verliebt trotz Beziehung

Eine frische Liebesbeziehung geht häufig mit einem Anstieg an Altruismus und prosozialem Verhalten einher. Studien zeigen, dass verliebte Frauen eher bereit sind, anderen Menschen ohne Gegenleistung zu helfen. Sie neigen auch eher dazu, mildtätige Organisationen zu unterstützen. Diesen Effekt erklärt man sich dadurch, dass ihr Belohnungssystem durch Glückshormone stimuliert wird, sobald sie etwas Gutes für andere tun. Außerdem möchten sie durch soziales Engagement auch ihre Partner beeindrucken und sich als fürsorglicher Mensch präsentieren. Prosoziales Verhalten hat in einer Beziehung einen sozialen Nutzen und stärkt das Bindungsverhalten.

Fakt 7: Verliebte sind ablenkbar und unkonzentriert

Das Geheimnis der Unerreichbaren: Deshalb sind wir immer in sie verliebt

Wenn Frauen verliebt sind, finden viele Prozesse in ihrem Gehirn auf einer anderen Ebene statt. Ihr limbisches System, das für Emotionen zuständig ist, ist besonders aktiv, während der präfrontale Cortex eine schwächere Aktivität aufweist. Dieser Hirnbereich ist wichtig für konzentriertes Denken, Planen und Impulskontrolle. Verliebte sind daher anfälliger für Ablenkungen und finden schwerer in ihre gewohnten Denk- und Verhaltensmuster zurück. Auch simple kognitive Aufgaben bereiten ihnen mehr Mühe als sonst. Stattdessen sind ihre Gedanken ständig beim Partner und sie neigen eher dazu, intuitiv und emotional zu reagieren. Dies kann vorübergehend die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Fakt 8: Verliebte schätzen ihren Partner idealisiert ein

Idealisierung und Abwertung- eine ungesund Beziehungsdynamik

Die verstärkte Aktivität des Belohnungssystems in der Verliebtheit geht häufig mit einer idealisierten Sicht auf den Partner einher. Seine positiven Eigenschaften werden stark in den Vordergrund gerückt, während mögliche Schwächen ausgeblendet werden. Auch kleine Aufmerksamkeiten oder Zuneigungsbekundungen lösen ein starkes Belohnungsempfinden aus. Diese selektive Wahrnehmung dient der Beziehungsstabilisierung, kann aber auch trügerisch sein. Erst die längerfristige Partnerschaft bringt ein realistischeres und differenzierteres Bild des anderen mit sich. In der Verliebtheit überwiegt häufig eine stark verklärte, fast himmelhohe Zuneigung, die der Realität nicht immer standhält.

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Fakt 9: Verliebte neigen zu Eifersuchtsanfällen

Wie ein Gift“: Wenn krankhafte Eifersucht die Beziehung zerstört -  Rundschau OnlineIn der Phase der Verliebtheit ist das Bedürfnis nach Nähe und dem Besitzanspruch auf den Partner besonders ausgeprägt. Studien zeigen, dass insbesondere Frauen in dieser Zeit emotionale Eifersuchtsanfälle stärker durchleben. Auch kleinste vermeintliche Vertrauensbrüche des Partners lösen schnell tiefe Verletzungen aus. Hintergrund ist die Unsicherheit in der neuen Beziehungssituation sowie das Bedürfnis nach intensiver Zuwendung. Eifersucht schützt die eigene Bindung, kann aber auch kontrollierend und belastend wirken. Erst mit der Festigung des Vertrauens und der Gewissheit der Gegenseitigkeit lässt auch die Neigung zu Eifersuchtsanfällen nach.

Fakt 10: Verliebte vergleichen sich häufiger mit anderen

The Comparison Trap | Psychology Today

In der Verliebtheit besteht ein starkes Bedürfnis, sich selbst als attraktiven und begehrenswerten Partner zu präsentieren. Studien zufolgen neigen insbesondere Frauen verstärkt dazu, sich in dieser Zeit mit anderen zu vergleichen. Sie achten intensiver auf ihr Aussehen, ihre Kleidung und ihre sonstigen Attraktivitätsmerkmale. Auch der soziale Status gewinnt an Bedeutung. Der evolutionäre Hintergrund ist, dass man als attraktive Partnerin die Zuneigung des anderen festigen und sich vor „Konkurrenz“ schützen möchte. Dies kann allerdings auch zu einer erhöhten Sensibilität für vermeintliche eigene Schwächen oder Nachteile gegenüber anderen führen.

Fazit

Zusammenfassend haben wir gesehen, dass die Phase der Verliebtheit durch verschiedene psychologische Besonderheiten gekennzeichnet ist, die sowohl Segen als auch Fluch für die Beziehung sein können. Zwar erleichtern Oxytocin, Dopamin und eine ausgeprägte Empathie die Anfangsphase der intensiven Zuneigung. Andererseits können idealisierte Wahrnehmung, Ablenkbarkeit und Eifersuchtsanfälle die Beziehung auch belasten. Mit der Zeit normalisieren sich die biochemischen und psychischen Prozesse wieder. Wichtig ist, einander auch in schwierigen Phasen mit Verständnis, Offenheit und Kompromissbereitschaft zu begegnen. Nur so kann aus der Verliebtheit eine reife, von gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägte Langzeitbeziehung werden.