Die 16 Myers-Briggs-Persönlichkeitstypen: Welcher MBTI-Persönlichkeitstyp bist du?

Zuletzt aktualisiert am May 22, 2024 by Friedrich Müller

Der Myers-Briggs-Typenindikator (MBTI) ist ein psychologisches Instrument zur Selbsteinschätzung, mit dem 16 grundlegende Persönlichkeitstypen bestimmt werden können. Dieser Artikel erklärt die 16 Persönlichkeitstypen des MBTI und hilft dabei herauszufinden, zu welchem Typ man selbst gehört.

Energiequelle der Persönlichkeit

ENFP: Personality Type, Traits And More – Forbes Health

Der MBTI unterscheidet zunächst, ob jemand seine Energie eher von der Außenwelt (Extraversion) oder von der Innenwelt (Introversion) bezieht. Extravertierte Menschen fühlen sich durch Aktivitäten und zwischenmenschliche Kontakte aufgeladen, während Introvertierte sich eher durch ruhige Zeiten alleine oder in kleinen Gruppen erholen. Beispielsweise ziehen Extravertierte Parties vor, während Introvertierte ein gemütliches Abendessen mit engen Freunden bevorzugen.

Die Ausrichtung auf Außen- oder Innenwelt bestimmt einen großen Teil des eigenen Naturells und der Persönlichkeitsmerkmale. Extravertierte wirken oft kontaktfreudig und gesprächig, während Introvertierte als nachdenklicher beschrieben werden.

Informationsaufnahme

Case recording and record keeping - Adults

Als Nächstes unterscheidet der MBTI, ob jemand bevorzugt über die Sinne (Wahrnehmung) oder über Denken (Urteilen) Informationen aufnimmt. Typen mit einer Wahrnehmungsfunktion (Sensing) nehmen die Welt sehr detailliert und gegenwärtig oriented wahr. Sie konzentrieren sich auf Fakten und konkrete Erfahrungen. Demgegenüber stehen Typen mit einer Urteilsfunktion (Intuition), die über Muster und Zusammenhänge die Welt besser verstehen wollen. Sie interessieren sich weniger für einzelne Fakten, sondern mehr für Visionen und Möglichkeiten.

Die Wahrnehmungs- oder Urteilsfunktion bestimmt, wie neue Informationen verarbeitet werden. Wahrnehmungstypen nehmen die unmittelbare Realität sehr genau wahr, während Intuitionstypen eher überrascht von neuen Erkenntnissen und Ideen sind.

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Entscheidungsfindung

Executive Education - Programs - Strategic Decision Making

Schließlich unterscheidet der MBTI, ob jemand bevorzugt mit Gefühl (Fühlen) oder Verstand (Denken) Entscheidungen trifft. Fühl-Typen orientieren sich bei Entscheidungen sehr stark an Werten wie Harmonie und die Bedürfnisse anderer. Sie sind einfühlsam und zwischenmenschlich orientiert. Dagegen bevorzugen Denk-Typen eine sachliche und logische Herangehensweise. Sie analysieren Fakten und Möglichkeiten, um die beste und effizienteste Lösung zu finden.

Diese Präferenz hat großen Einfluss darauf, wie Menschen kommunizieren und Probleme lösen. Fühl-Typen achten besonders auf Höflichkeit und den persönlichen Kontakt, während Denk-Typen eher direkt und sachbezogen argumentieren.

Orientierung in der Außenwelt

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Schließlich ordnet der MBTI jeden Typ einer der beiden Kategorien Judging oder Perceiving zu. Judging-Typen mögen Planung und zuverlässige Strukturen. Sie neigen dazu, Aufgaben schnell abzuschließen und feste Termine zu machen. Demgegenüber sind Perceiving-Typen eher spontan und flexibel. Sie mögen Offenheit und neue Möglichkeiten, daher haben sie auch weniger starre Strukturen in ihrem Alltag.

Diese letze Präferenz bestimmt den persönlichen Stil im Umgang mit der Zeit und Verantwortung. Judging-Typen neigen zu mehr Planung und Organisation, während Perceiving-Typen flexibler und spontaner agieren.

Die 16 Persönlichkeitstypen des MBTI

9 Things the ISTJ Personality Type Absolutely Hates

Durch die Kombination der vier Präferenzen – Extraversion/Introversion, Wahrnehmung/Urteilen, Fühlen/Denken, Judging/Perceiving – ergeben sich die 16 Grundtypen des MBTI. Hier ein kurzer Überblick über die Eckdaten jedes Typs:

ISTJ

Praktisch, zuverlässig, traditionell. Sie sind sehr gut organisiert und strukturiert. Als “Wächter” achten sie auf Ordnung und Pflichterfüllung.

ISFJ

Fürsorglich, zuverlässig, traditionell. Sie sind sehr aufmerksam für die Bedürfnisse anderer und schätzen Harmonie in Gemeinschaft.

INFJ

Visionär, idealistisch, diplomatisch. Sie sind einfühlsam und von großen Ideen getrieben, oft auf der Suche nach Sinn.

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INTJ

Strategisch, analytisch, eigenständig. Sie sind fasziniert von komplexen Zusammenhängen und treffen analytische, langfristige Entscheidungen.

ISTP

Spontan, abenteuerlustig, praktisch. Sie leben im Hier und Jetzt und mögen handfeste Herausforderungen und Problemlösungen.

ISFP

Kreativ, sensibel, anpassungsfähig. Sie schätzen Schönheit und folgen eher dem eigenen Kompass als starren Normen.

INFP

Idealistisch, mitfühlend, flexibel. Sie sind von ihrer inneren Vision getrieben und mögen es, Menschen zu inspirieren.

INTP

Analytisch, systematisch, eigenständig. Sie sind fasziniert vom logischen Verstehen der Welt und lösen Probleme theoretisch.

ESTP

Abenteuerlustig, spontan, praktisch. Sie genießen die Gegenwart und mögen die konkrete Problemlösung mehr als Planung.

ESFP

Lebensfroh, spontan, kontaktfreudig. Sie ziehen Menschen, Unterhaltung und ästhetische Dinge der Struktur und Planung vor.

ENFP

Optimistisch, energiegeladen, flexibel. Sie sind fasziniert von Möglichkeiten, inspirieren andere und mögen spontane Treffen.

ENTP

Erfinderisch, strategisch, abenteuerlich. Sie analysieren ständig neue Perspektiven und mögen konzeptionelle Herausforderungen.

ESTJ

Praktisch, zuverlässig, traditionell. Sie übernehmen gerne Verantwortung und schätzen klare Strukturen und Pläne.

ESFJ

Fürsorglich, harmoniebedürftig, zuverlässig. Sie kümmern sich gerne um andere und bauen stabile soziale Beziehungen auf.

ENFJ

Optimistisch, diplomatisch, visionär. Sie möchten Menschen inspirieren und zusammenbringen und sind Experten im Umgang mit Gefühlen.

ENTJ

Strategisch, entschlossen, zielstrebig. Sie sind führungsstark und treiben große Visionen durch analytisches und strukturiertes Handeln voran.

Welcher Persönlichkeitstyp passt zu mir?

What 'Type A' people want you to know | CNN

Um herauszufinden, zu welchem der 16 Typen man selbst gehört, hilft es, sich selbst besser zu reflektieren. Beobachte, wie du mit Informationen, Entscheidungen, Energie und der Außenwelt umgehst. Zudem gibt es Persönlichkeitstests, die anhand von Fragen die eigenen Präferenzen herausfinden.

Wichtig ist, dass kein Typ per se “besser” ist – jeder hat seine Stärken. Wenn man seinen eigenen Typ kennt, kann man sich selbst und auch andere besser verstehen.

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Fazit

Der MBTI bietet mit seinen 16 Persönlichkeitstypen einen nützlichen Rahmen, um die Vielfalt menschlicher Naturelle besser zu verstehen. Er erklärt nicht alle Facetten einer Person, doch seine groben Typisierungen können ein hilfreiches Selbstbild und eine höhere Sensibilität für zwischenmenschliche Dynamiken fördern. Wichtig ist, dass man sich von Typisierungen nicht in eine Schublade stecken lässt, sondern die Einzigartigkeit des Individuums wahrt. Der eigene Persönlichkeitstyp kann aber Orientierung für Stärken und Schwächen sowie für eine selbstbewusste Zusammenarbeit mit anderen bieten.