Ruinieren Screenshots dein Dating-Erlebnis? Die 5 Vor- und Nachteile

Zuletzt aktualisiert am May 28, 2024 by Friedrich Müller

In der modernen Welt des Online-Datings spielen Smartphones eine große Rolle. Apps wie Tinder und Bumble machen es einfach, mit wenigen Wischbewegungen durch zahlreiche Profile zu swipen und potentielle Partner kennenzulernen.

Dabei ist es verlockend, besonders attraktive oder interessante Matches per Screenshot festzuhalten. Doch bergen solche Screenshots auch Risiken? In diesem Artikel werden die häufigsten Vor- und Nachteile analysiert.

Vorteil 1: Erinnerungen festhalten

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Einer der offensichtlichsten Vorteile von Screenshots ist, dass sie es ermöglichen, besondere Matches visuell in Erinnerung zu behalten. Gerade wer viel datet und durch zahlreiche Profile swiped, kann so besonders positive Erlebnisse in Bildform festhalten. So ist es leichter, sich später an bestimmte Profile oder interessante Konversationen zu erinnern. Außerdem macht es Freude, positive Screenshots mit Freunden zu teilen, um deren Meinung einzuholen oder einfach nur das Erlebnis zu teilen. Gerade bei Matches, die man aus Zeitmangel zunächst nicht weiter verfolgen konnte, bieten Screenshots die Möglichkeit, die Person gegebenenfalls später wiederzufinden.

Allerdings sollten dabei der Datenschutz und die Privatsphäre des Gegenübers beachtet werden. Am besten fragt man diesen vor dem Screenshot höflich um Erlaubnis. So vermeidet man unangenehme Überraschungen, falls der Screenshot später ohne Kontext geteilt oder gezeigt wird.

Vorteil 2: Bewertungshilfe für spätere Entscheidungen

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Screenshots können auch nützlich sein, um die Qual der Wahl zu erleichtern, falls man sich für ein Date entscheiden muss. Gerade bei Matches, mit denen man sich länger und tiefergehend unterhalten hat, ist es nicht immer leicht, die vielen Informationen im Kopf zu behalten. Ein Screenshot des Profils oder ausgewählter Chatverläufe hilft, sich die Person und das bisherige Kennenlernen in Ruhe noch einmal vor Augen zu führen. So fällt die endgültige Entscheidung für ein Treffen leichter.

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Gleichzeitig sollte man dabei darauf achten, möglichst dezent vorzugehen. Niemand möchte gerne das Gefühl haben, “ausgewählt” oder mit anderen matches verglichen zu werden. Am besten speichert man Informationen nur für sich selbst und ohne Dritte einzubeziehen.

Vorteil 3: Sicherheit und Vertrauen schaffen

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Gerade beim ersten Date mit einer unbekannten Person ist ein gewisses Maß an Sicherheit wichtig. Indem man Freunden Screenshots des Matches und geplanten Treffpunkts zeigt, schafft man im Notfall eine Möglichkeit der Rückverfolgung. Zwar sollte man seinem Date natürlich vertrauen, aber auf Nummer sicher geht man damit allemal. Gleichzeitig signalisiert der freiwillige Screenshot dem Match, dass man es ernst meint und Vertrauen in die aufkeimende Beziehung setzt.

Es ist aber wichtig, dem Date gegenüber transparent zu sein und um Erlaubnis zu bitten. Ohne Wissen des anderen könnten Screenshots schnell als Misstrauen oder Kontrollbedürfnis fehlgedeutet werden. Im besten Fall tauscht man sogar selbst Screenshots aus, um beidseitiges Verständnis und Vertrauen aufzubauen.

Nachteil 1: Intimsphäre und Privatsphäre

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Der offensichtlichste Nachteil von Screenshots ist der Missbrauch der Privatsphäre. Ohne Erlaubnis aufgenommene Bilder gehen unter Umständen zu weit in die Intimsphäre des Gegenübers. Gerade intimes oder peinliche Chatverläufe haben auf dem Smartphone nichts verloren, wenn die andere Person nicht ausdrücklich zugestimmt hat. Zudem besteht bei der Weitergabe von Screenshots ohne Kontext immer die Gefahr, den anderen in ein falsches Licht zu rücken.

Auch das heimliche Screenshotten von Profilbildern geht für viele zu weit. Zwar stehen die Daten öffentlich im Netz, aber das sollte niemals als Freifahrtschein für eine ungefragte Speicherung verstanden werden. Ideal ist daher immer die transparente Absprache und freiwillige Zustimmung.

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Nachteil 2: Vertrauensbruch und Peinlichkeiten

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Werden Screenshots ohne Wissen der anderen Person weitergegeben oder landen unbeabsichtigt im öffentlichen Internet, kann das schwerwiegende Folgen haben. Der Vertrauensbruch fühlt sich für die Betroffenen in der Regel sehr peinlich und erniedrigend an. Gerade intime oder peinliche Chatverläufe können in die falschen Hände geraten und ein großes Mobbingpotenzial haben.

Darüber hinaus besteht immer die Gefahr, dass aus dem Kontext gerissene Screenshots falsche Tatsachen suggerieren. Das kann im schlimmsten Fall die soziale Reputation oder sogar die berufliche Karriere gefährden. Umso wichtiger ist es, sensibel mit den Daten eines anderen umzugehen und niemals gegen dessen Willen Bilder oder Chats weiterzugeben.

Nachteil 3: Ablenkung vom Date

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Auch beim realen Date selbst können Screenshots kontraproduktiv sein. Statt sich voll und ganz auf den anderen einzulassen, besteht die Versuchung, immer wieder das Smartphone zu zücken und Fotos zu schießen. Das kann schnell unhöflich oder desinteressiert wirken. Schlimmstenfalls lenkt die ständige Bildermacherei sogar so sehr ab, dass wichtige Momente der zwischenmenschlichen Interaktion verpasst werden.

Idealerweise legt man das Smartphone beiseite, sobald man sich trifft. So hat man den Kopf frei und kann das Gegenüber mit voller Aufmerksamkeit wahrnehmen. Selfies oder Pärchenbilder sind zwar manchmal eine schöne Erinnerung, sollten aber dezent und mit gegenseitiger Einwilligung entstehen.

Vorteil 4: Erinnerungen für später

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Auch wenn Screenshots während des Dates ablenken können, bieten sie im Nachhinein den Vorteil, besondere Momente festzuhalten. Gerade bei Treffen, die sehr positiv verlaufen sind und in einer festen Beziehung münden, werden solche Erinnerungsfotos mit der Zeit zu einem emotionalen Wert gewinnen. Sie erlauben es, die Anfänge der Liebe auch Jahre später noch einmal in Bildern Revue passieren zu lassen.

Solange dabei die Privatsphäre des Partners respektiert wird, spricht nichts dagegen, mit dessen Einverständnis einige Selfies oder Erinnerungsfotos für später aufzubewahren. Im Gegenteil können gemeinsame Bilder aus der Verliebtheitsphase die Bindung stärken und schöne Erinnerungen wachhalten. Der richtige Umgang mit sensiblen Daten ist aber auch hier das A und O.

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Vorteil 5: Motivation fürs weitere Kennenlernen

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Für die Phase zwischen zwei Dates können Screenshots ebenfalls von Vorteil sein. Indem man sich die Bilder immer wieder ansieht, bleibt die Vorfreude auf das nächste Treffen hoch. Gerade wenn es beim ersten Mal noch nicht gefunkt hat oder die Chemie noch nicht hundertprozentig stimmte, geben positive Erinnerungen Motivation, es weiterhin miteinander zu versuchen.

Screenshots helfen dabei, sich auch ohne häufige zwischenzeitliche Kontakte gegenseitig im Gedächtnis zu halten. Das kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich aus einem vorsichtigen Abtasten im besten Fall eine feste Beziehung entwickelt. Allerdings sollte man dabei stets die Grenze zur Selbsttäuschung im Blick behalten. Nicht jede schwierige Situation lässt sich durch schöne Fotos überwinden.

Fazit

Screenshots können das Dating-Erlebnis sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Der entscheidende Faktor ist immer der verantwortungsvolle und rücksichtsvolle Umgang mit sensiblen Daten. Mit offener Kommunikation und gegenseitiger Zustimmung bieten Erinnerungsfotos die Chance, besondere Momente festzuhalten und die Motivation aufrecht zu erhalten. Ohne dieses Bewusstsein für Intimsphäre und Vertrauensverhältnis besteht dagegen die Gefahr, ungewollt zu verletzen oder Missverständnissen Vorschub zu leisten.

Am besten legt man das Smartphone beiseite, wenn man sich trifft, und konzentriert sich voll auf den Augenblick und den Menschen gegenüber. Fotos sollten stets mit Fingerspitzengefühl und nur mit ausdrücklicher Zustimmung gemacht werden. Mit Respekt und Verständnis für die Perspektive des anderen steht romantischen Erlebnissen auch in der digitalen Welt nichts im Wege.