Warum du dich vielleicht gerade pessimistisch fühlst: 5 Gründe

Zuletzt aktualisiert am May 31, 2024 by Friedrich Müller

Pessimismus ist etwas ganz natürliches. Es gibt Zeiten im Leben, in denen wir uns einfach negativer fühlen. Aber warum genau fühlst du dich gerade pessimistisch? Hier sind 5 mögliche Gründe dafür.

Ermüdung

How To Be Optimistic, Even When You're Feeling Pain And Despair

Wenn wir erschöpft sind, macht es uns das Leben oft schwerer. Wenn wir müde sind, neigen wir dazu, alles etwas negativer zu sehen. Kleinigkeiten stören uns mehr. Wir fühlen uns ausgelaugt und energielos. Unsere Laune leidet.

Ermüdung kann viele Ursachen haben. Stress auf der Arbeit, zu wenig Schlaf, körperliche Anstrengung oder sogar eine leichte Depression können uns antreiben. In solchen Phasen lässt unsere Energie nach, und Negativität scheint die naheliegende Folge.

Eine Pause kann hier Abhilfe schaffen. Versuche dich hinzulegen oder etwas zu unternehmen, das dir Freude bereitet und dich auf andere Gedanken bringt. Ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein gutes Buch können Wunder bewirken.

Lebensumstände

The Harsh Reality: Are You a Pessimist or Just a Realist? | by Emma | Medium

Auch unsere äußeren Lebensumstände können unsere Stimmung beeinflussen. Sind wir mit unserer aktuellen Situation unzufrieden? Fühlen wir uns einsam oder alleingelassen? Vermissen wir jemanden?

Wenn wir mit Aspekten unseres Lebens nicht zufrieden sind, schlägt sich das leicht in Pessimismus und Negativität nieder. Dinge erscheinen uns dann hoffnungsloser oder komplizierter, als sie tatsächlich sind. So können Einsamkeit, Partnerschaftsprobleme, Geldsorgen oder Unzufriedenheit im Job unsere Sicht auf die Dinge trüben.

Versuche in solchen Phasen, das Positive in deinem Leben zu sehen und deine Situation realistischer einzuordnen. Such dir auch Unterstützung bei Freunden – ihr Verständnis kann eine große Hilfe sein.

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Krisen oder Veränderungen

A Pessimist's Guide to Feeling More Optimistic - Sharecare

Zeiten des Umbruchs sind oft herausfordernd für unsere Stimmung. Gerät unser Leben aus der Bahn oder stehen Veränderungen an, fühlt sich vieles ungewiss und bedrohlich an. Ob Trennung, Jobverlust, Krankheit oder der Tod eines geliebten Menschen – solche Ereignisse können uns aus der Bahn werfen.

In Krisen verlieren wir oft die Kontrolle über unser Leben. Pläne müssen geändert, neue Wege beschritten werden. Das löst Unsicherheit aus und macht uns anfälliger für negative Gedanken. Wir neigen dazu, die Zukunft schwarz zu sehen.

Hier ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und einen klaren Plan für die nächsten Schritte zu entwickeln. Auch andere um Rat und Beistand zu bitten. Mit der Zeit finden wir oft neue Perspektiven – auch wenn die Veränderungen zunächst schmerzhaft sind.

ängstliche Gedanken

You Need to Temper Your Pessimism to Be a Successful Entrepreneur |  Entrepreneur

Ängste können unsere Stimmung stark beeinflussen. Geraten wir in Teufelskreise aus pessimistischen und drohenden Gedanken, verstärkt sich unser eigener Pessimismus. Plötzlich erscheint die Zukunft voller Gefahren.

Hier lauern Fallen wie Generalisierung oder Katastrophisieren. Wir übertragen schlechte Erfahrungen auf andere Bereiche oder rechnen ständig mit dem Schlimmsten. Kleinigkeiten werden zu Riesenproblemen aufgebauscht.

Gegen solche Gedankenmuster hilft oft die Methode der Realitätskontrolle. Hinterfrage deine Befürchtungen und überprüfe Fakten. Lenke deinen Fokus auf konkrete, lösbare Probleme – so verlieren Ängste mit der Zeit an Macht.

soziale Medien

The History Of Social Media

Auch unser Medienkonsum kann sich negativ auf unsere Stimmung auswirken. In sozialen Medien präsentieren wir oft nur die schönen Seiten unseres Lebens. Probleme und Niederlagen werden tendenziell ausgeblendet.

Wenn wir ständig diese heile Welt anderer sehen, neigen wir dazu, uns mit unserem eigenen Leben unzufrieden zu vergleichen. Wo andere glücklich scheinen, fühlen wir uns selber niedergeschlagen. Der Druck zur Selbstoptimierung steigt.

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Hier ist es sinnvoll, Abstand von diesen Vergleichen zu gewinnen. Erkenne die Verzerrung und konzentriere dich auf dein eigenes Wohlbefinden. Soziale Medien in Maßen und bewusster Konsum kann hier helfen.

Fazit

Pessimismus ist ein Teil des Lebens. Umso wichtiger ist es, die möglichen Auslöser zu erkennen und gegenzusteuern. Mit Selbstfürsorge, dem Blick auf das Positive und der Auseinandersetzung mit negativen Gedanken können wir unsere Stimmung wieder heben.

Die hier beschriebenen Gründe sind nur Beispiele – jeder Mensch ist individuell. Finde heraus, was gerade bei dir eine Rolle spielt und was dich aufmuntern kann. Mit der Zeit wirst du so aus Phasen der Niedergeschlagenheit wieder herausfinden.